Ernährungstip |
| Geschrieben von Fraro (fraro) am 23.05.2009 |
Manchmal ist man gezwungen, elende und erniedrigende Erfahrungen zu machen. Meist legt man (zuweilen, ohne es zu bemerken) im Vorfeld bizarre Verhaltensweisen an den Tag. So eine Erfahrung mußte ich heute machen, und ich habe eine Lehre für's Leben daraus gezogen.
Im Brotkorb auf dem Frühstückstisch lag frisches, knuspriges Graubrot- besser kann ein Tag kaum beginnen (außer mit nicht minder frischen, knusprigen Brötchen natürlich).
Ich bin eigentlich nicht so der ausgewiesene Freund von Nuß-Nougatcremes. Das Zeug klebt mir irgendwie an den Zähnen und ist ein wenig zu süß. Aber heute hatte ich Lust drauf, und so bestrich ich die Brotscheibe mit dem braunen Pamps.
Genußvoll biß ich in die solcherart veredelte Brotscheibe- und mußte sofort einige Dinge lernen:
Erstens.
Bei einer Brotscheibe, die so aussieht:
...handelt es sich mitnichten um Graubrot. Vielmehr sind die entropisch verteilten braunen Pünktchen für den Fachmann (der ich heute morgen noch nicht war) ein sicheres Indiz dafür, daß es sich bei Beweisstück A um sogenanntes Zwiebelbrot handelt. Ein Stoffgemisch also, bei dessen Herstellung es dem Erzeuger angeraten schien, Zwiebeln in die Teigmischung zugeben.
Zweitens.
Nutella auf Zwiebelbrot mag für Fetischisten ein faszinierendes geschmackliches Erlebnis sein- für den Rest der Welt (und mich damit eingeschlossen) schmeckt das einfach abscheulich.
Drittens.
Mein Machismo ist anscheinend ausgeprägt genug, mir beim Verzehr einer solchen Speise am Frühstückstisch nichts anmerken zu lassen und das widerwärtige Ergebnis meines fatalen Irrtums tapfer! und kommentarlos! hinunterzuwürgen.
Viertens.
Meine Frau lacht sich trotzdem halbtot. 
Zuletzt angepasst 02.11.2009 um 09:50
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